ZÜCHTER- UND INTERESSENGEMEINSCHAFTEN


Züchtergemeinschaften der EXOTIS

Vogelzucht in der Schweiz  

Züchtergemeinschaft Papageien und Sittiche  

Arbeitsgemeinschaft der Züchter von Prachtfinken, Körner-/ und Weichfresser (APK)

Züchtergemeinschaften der EXOTIS

Die EXOTIS Schweiz hat Züchtergemeinschaften für:
– Papageien
– Sittiche
– Weichfresser
– Prachtfinken

Sinn und Zweck dieser Züchtergemeinschaften ist, sich intensiv mit den jeweiligen Vogelfamilien, Gattungen und Arten auseinanderzusetzen. Sie dienen der Wissensvermehrung und Wissensvermittlung. Jede Züchterge-meinschaft hat einen Obmann, der sie leitet und koordiniert. Die Züchter-gemeinschaften organisieren gemeinsame, jährliche Fachtagungen. Sie arbeiten eng zusammen und bilden insgesamt ein Fachgremium. Innerhalb der Züchtergemeinschaften können sich Interessengruppen bilden, die sich ihrerseits um bestimmte Gattungen und Arten kümmern und deren Zucht koordinieren. Die Züchtergemeinschaften halten alle Halter und Züchter an, ihre Vogelbestände, auch wenn es nur zwei Exemplare sind, in der Bestandesliste der EXOTIS Schweiz zu melden. Nur so gelingt es, einen Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Haltern zu ermöglichen und einzelne Tiere einer Art oder Unterart zusammenzuführen. Die Obmänner der Züchtergemein-schaften stehen mit ausländischen Züchtern, Organisationen, Zoos und Vogelparks in Kontakt und halten somit ihre Züchtergemeinschaften auf dem neusten Stand der Wissensentwicklung.


Die EXOTIS-Schweiz und die Vogelzucht in der Schweiz

Interessengemeinschaften
In den letzten Jahren wurden etliche Arten aufgrund der Lebensraumzerstörung in ihren Ursprungsländern immer seltener. Da wird die Zucht immer bedeutender. Darum hat die EXOTIS die Schaffung von Interessengemein-schaften IG - konkret bisher für Agaporniden, Edelsittiche und Sperlings-papageien - begrüsst. Die IG-Sprecher sind alles bekannte EXOTIS-Leute, die auch Vorträge über ihre Spezialgebiete halten.

Weiterbildungsreise in den Loro Parque
Erstmals hat die Arbeitsgemeinschaft für Sittich- und Papageienzüchter der EXOTIS im Jahre 2005 eine Weiterbildungsreise in den Loro Parque organisiert. Die EXOTIS hat zum Loro Parque immer gute Kontakte gepflegt. So werden in jeder Ausgabe des GF die Loro Parque-Nachrichten des Kurators Matthias Reinschmidt veröffentlicht. Von der Weiterbildungswoche waren alle sehr begeistert. Auch an den Papageienkongress ist die EXOTIS wieder mit einer ganzen Gruppe geflogen.

Bestandesliste
Allseits beliebt und begehrt – viele im Ausland sagen auch einzigartig - ist auch die Bestandesliste der EXOTIS. Rund 250 Züchter sind mit Adresse, Telefonnummer und ihrem kompletten Bestand aufgeführt. Dabei geht das Geschlechterverhältnis der gehaltenen Vögel daraus hervor, die Anzahl unverpaarter Einzeltiere sowie die Anzahl nachgezüchteter Jungvögel. Gerade auch anhand der Bestandesliste ist ersichtlich, wie ernst es der EXOTIS mit der seriösen Zucht ist, denn sie ermöglicht es Züchtern, in Kontakt mit anderen zu treten, welche die gleiche Art pflegen. Die Erarbeitung und Herstellung der Bestandesliste ist eine aufwändige Arbeit, die von der EXOTIS-Zentralleitung alljährlich zugunsten der sinnvollen Vogelzucht erbracht wird.

Fortschritte in der Vogelhaltung
Waren Vogelliebhaber zu Beginn ganz klar auf Importe angewiesen, hat sich heute das Blatt in weiten Teilen gewendet. Im Laufe der Jahre sammelte sich ein immer grösseres Fachwissen an. Daraus resultierten immer mehr Zuchterfolge. Ein Ansporn sind auch die Erstzuchtauszeichnungen der EXOTIS, die denjenigen verliehen werden, die eine Art erstmals in der Schweiz züchten und darüber in Wort und Bild in der Verbandszeitschrift «Gefiederter Freund» berichten. Die Vogelzüchter sind stolz darauf, dass die meisten Arten heute gezüchtet werden, so dass Importe unnötig geworden sind. Besonders bei Sittichen und Papageien sind Importe nicht mehr nötig und werden heute von der EXOTIS auch abgelehnt. Es gibt in unserem Land ausreichend Nachzuchten. Die Zuchterfolge sind ganz klar ein Beweis für die jahrzehnte-lange, seriöse züchterische Arbeit, die international, aber eben auch in der kleinen Schweiz geleistet wurde. An diesen Erfolgen haben die EXOTIS und ihre Mitglieder einen wesentlichen Anteil. Das meiste, was wir heute über Papa-geien und Sittiche wissen, stammt von Beobachtungen und Erkenntnissen von Tieren unter Menschenobhut. Die Haltung und Zucht von Vögeln unter menschlicher Obhut ist bedeutend, zumal die Zoologischen Gärten ihre Bestände in den letzten Jahren leider massiv reduziert haben. Bei der Beschäftigung mit Tieren hat man niemals ausgelernt. Darum spornt die EXOTIS ihre Mitglieder in der Haltung und Zucht von Vögeln weiter an und bietet mit der Zeitschrift eine ausgezeichnete Plattform zum regelmässigen Erfahrungsaustausch.



Züchtergemeinschaft für Papageien und Sittiche

Obmänner
Papageien: Hans Zehnder, Rossweid, 8575 Bürglen TG
Sittiche: Stefan Tschanz, Emmitweg 15, 3656 Aeschlen

Sinn und Zweck
Die Papageienzüchtergemeinschaft vereint alle Liebhaber, Halter und Züchter von Papageien. Sie arbeitet eng mit den anderen EXOTIS-Züchtergemein-schaften zusammen und veranstaltet Fachtagungen, Vortragsreihen und Diskussionsrunden für Papageienhalter. Die Papageienzüchtergemeinschaft fördert die artenreine und möglichst unterartenreine Zucht von Papageien. Sie bemüht sich, Arten unter Menschenobhut durch eine verantwortungsvolle Zucht zu erhalten. Der Papageienzüchtergemeinschaft ist es wichtig, die Freude und die Achtung an den Tieren weiterzugeben. Papageien sind beseelte Wesen, die individuell reagieren. Jeder Vogel ist anders. Papageien haben ein Anrecht auf lebenslange Pflege, auch wenn sie äusserlich vielleicht nicht mehr einem Schönheitsideal entsprechen (das tun wir oft auch nicht) und Gefiederschäden aufweisen. Papageienreagieren auf Ansprache. Es sind Wildtiere, keine Streicheltiere. Sie sind äusserst anspruchsvoll in der Haltung. Die Papageien-züchtergemeinschaft fördert und begrüsst die intensive Beobachtung der Tiere in unseren Volieren und im Freiland. Daraus resultieren Fachberichte in der Zeitschrift «Gefiederter Freund».

Wer ist in der Papageienzüchtergemeinschaft willkommen?
– Alle, die sich für Papageien interessieren und sich an diesen Tieren  
  erfreuen (es ist überhaupt keine Bedingung, dass man Papageienhalter ist)
– Papageienliebhaber
– Halter von Papageien im Wohnbereich
– Halter und Züchter von Papageien
– Interessierte an Papageien in Freiheit
– Interessierte an Papageientraining

Die Papageienzüchtergemeinschaft ist für alle offen. Jeder hat einen anderen Zugang zu Papageien. Züchter können von Papageientrainern lernen, Papa-geientrainer von Freilandbeobachter und umgekehrt. Es ist wichtig, dass das die Errungenschaften und das Wissen der alten Züchter nicht in Vergessenheit gerät.

Gute Haltung in Innen-und Aussenvolieren
Die Papageienzüchtergemeinschaft propagiert die Haltung von Papageien in grosszügigen Volieren. Es ist optimal, wenn Papageien in kombinierten Innen- und Aussenvolieren gehalten werden können. Es ist allerdings wichtig, dass der Lebensraum von Papageien in Menschenobhut stetig bereichert wird mit frischen, belaubten Ästen, mit Seilen, Tannenzapfen, auf Ketten aufgereihte Holzstücke und eventuell sogar mit gewissen Pflanzen, die in den Volieren gedeihen.

Freude an Papageien im Wohnbereich
Lange nicht allen Liebhabern ist die Haltung in Innen- und Aussenvolieren möglich. Nichtsdestotrotz muss die Papageienhaltung einem Bewohner einer Mietwohnung aber nicht verwehrt bleiben. Es besteht die Möglichkeit, von Volierenbauern Zimmervolieren errichten zu lassen. In der Fachzeitschrift «Gefiederter Freund» finden Sie Inserate von Volierenbauern. Die Grösse der Papageien muss natürlich den Wohnverhältnissen angepasst werden. Somit ist es gut vertretbar, im Wohnbereich in einer Zimmervoliere von 1,5 x 1 Meter x Zimmerhöhe ein Pärchen Russköpfchen (Agapornis nigrigenis) oder Sperlingspapageien zu halten. Diese Arten haben nicht sehr laute Stimmen. Natürlich eignen sich auch zahlreiche Grassittiche hervorragend zur Haltung im Wohnbereich. Gerade die Haltung von Vögeln im Wohnbereich kann ausser-ordentlich befriedigend sein, denn die Tiere sind stets da, wo man selber auch lebt. Die Möglichkeit der intensiven Beobachtung ist ausserordentlich reizvoll. Die Haltung von Papageien im Wohnbereich kann durch zusätzliche künstliche Beleuchtung bereichert werden wie Lampen, die UV-Lichtanteil abgeben, durch Pflanzen oder Zugänge auf Balkonvolieren.

Wissen und Literatur
Es ist unerlässlich, vor der Anschaffung von Papageien mit anderen Haltern und Züchtern zu diskutieren und Fachliteratur zu studieren. Wenden Sie sich an den jeweiligen Obmann. Er kann Ihnen entsprechende Fachliteratur empfehlen. Selbstverständlich ist das Lesen der Zeitschrift «Gefiederter Freund» ein Muss für an Papageien interessierte. Der Obmann der Papageienzüchter-gemeinschaft hat beispielsweise, nebst zahlreichen Fachbeiträgen in verschiedenen in- und ausländischen Fachzeitschriften folgende zwei lieferbaren Fachbücher verfasst:

2001:
«Die Kulturgeschichte des Mohrenkopfpapageis», S. 11 – 12 - «Mohrenkopfpapageien haben eine schwierige Psyche» S 45 - 63, (10 Fotos) Beiträge in «Unser Mohrenkopfpapagei» von Rudolf K. Wagner, Verlag Michael Biedenbänder, Dietzenbach

2004:

«Aras Freileben – Verhalten – Pflege – Arten» 226 Seiten, gebunden, über 100 Farbfotos, Illustrationen, Verbreitungskarten und Tabellen. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, ISBN 3-8001-3821-2.

2007:
«Graupapageien» 128 Seiten, 93 Farbfotos, 15 Zeichnungen und Karten, fester Einband, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, ISBN 978-3-8001-5175-2.

Reisen und Tagungen
Die Papageienzüchtergemeinschaft hat bereits eine Weiterbildungsreise in den Loro Parque nach Teneriffa organisiert sowie gemeinsame Reisen an die alle vier Jahre stattfindenden Welt-Papageien-Kongresse.

Zahlreiche Tagungen in der Schweiz mit Themen rund um Papageien wurden von der Papageienzüchtergemeinschaft organisiert.

Die Papageienzüchtergemeinschaft informiert in der Zeitschrift «Gefiederter Freund» laufend über interessante und lehrreiche Fachtagungen im benachbarten Ausland.

Motto
Es kommt nicht darauf an, ob man seltene oder viele Papageien hält. Es kommt darauf an, wie man sie hält und respektiert und wie man mit ihnen umgeht. Die Freude und Begeisterung für die Kreatur zählt. Daraus wachst ein stetes Interesse und Wissen. Die umfassende Beschäftigung mit Papageien führt in unzählige Gebiete und ermöglicht faszinierende Kontakte.

Einige Gebiete, die von einer umfassenden Beschäftigung mit Papageien berührt werden:
- Kulturgeschichte
- Geografie
- Botanik
- Literatur
- Handwerkliche Fertigkeiten
- Freilandbiologie
- Verhaltensstudium
- Gesundheit
- Technische Belange
- Reisen
- Zoos/Vogelparks
- Systematik (Museen)

Mitarbeit
Die Papageienzüchtergemeinschaft lebt von ihren Mitgliedern. Als gemeinsame Plattform dient die Verbandszeitschrift «Gefiederter Freund». Innerhalb der Gemeinschaft gibt es Kapazitäten, die sich mit besonderen Arten beschäftigen wie beispielsweise den Russköpfchen und Erdbeerköpfchen. Alle sind gefordert und aufgerufen, von ihren Erfahrungen in Wort und Bild zu berichten.

APS
Die Papageienzüchtergemeinschaft begrüsst die Initiative der Auffangstation für Papageien und Sittiche APS in Matzingen. Sie will Halter und Züchter dahingehend informieren, dass Papageien und Sittiche nicht mehr in der APS landen. Es muss verantwortungsvoll gezüchtet werden. Nachzuchten müssen sinnvoll abgegeben werden können. Der Käufer muss ausreichend informiert werden. Der Präsident sowie der Obmann der Papageienzüchtergemeinschaft der EXOTIS Schweiz sind beide Mitglieder in der APS und stehen in steten Kontakt mit den APS-Verantwortlichen.



EXOTIS Schweiz
Arbeitsgemeinschaft der Züchter von Prachtfinken, Körner-/ und Weichfresser (APK)

Obmann
Bereich Prachtfinken:                            vakant
Bereich Körner-/ Weichfresser               Andy Fuchs

Sinn und Zweck
Die Züchtergemeinschaft APK vereint alle Liebhaber, Halter und Züchter von Prachtfinken, Körnerfresser und Weichfresser (Insekten-/ und früchtefressende Vogelarten). Sie arbeitet eng mit den anderen EXOTIS-Züchtergemeinschaften zusammen und veranstaltet Fachtagungen, Vortragsreihen und Diskussionsrunden für Interessierte. Die APK fördert die artenreine und möglichst unterartenreine Zucht. Sie bemüht sich, Arten unter Menschenobhut durch eine verantwortungsvolle Zucht zu erhalten. Der APK ist es wichtig, die Freude und die Achtung an den Tieren weiterzugeben. Vögel sind beseelte Wesen, die individuell reagieren. Jeder Vogel ist anders. Wie Papageien haben auch die unter unsere Zuständigkeit fallenden Tiere ein Anrecht auf lebenslange Pflege, auch wenn sie äusserlich vielleicht nicht mehr einem Schönheitsideal entsprechen und Gefiederschäden aufweisen. Vögel reagieren auf Ansprache. Es sind Wildtiere, keine Streicheltiere. Sie sind äusserst anspruchsvoll in der Haltung. Die APK fördert und begrüsst die intensive Beobachtung der Tiere in unseren Volieren und im Freiland. Daraus resultieren Fachberichte in der Zeitschrift „Gefiederter Freund“.

Wer ist in der APK willkommen?
– Alle, die sich für Prachtfinken, Körnerfresser oder Weichfresser interessieren
   und sich an diesen Tieren erfreuen, (dies betrifft sowohl exotische wie auch
   einheimische Arten).
– Halter von Vögeln im Wohnbereich
– Halter und Züchter von Vögeln
– An in Freiheit lebenden Vögel Interessierte

Die APK ist eigentlich für alle offen. Jeder hat einen anderen Zugang zu Vögeln. Es ist wichtig, dass Errungenschaften und das Wissen der Züchter nicht in Vergessenheit geraten und auch weitergegeben werden.

Gute Haltung in Innen- und Aussenvolieren
Die APK propagiert die Haltung in grosszügigen Volieren. Es ist optimal, wenn Vögel in kombinierten Innen- und Aussenvolieren gehalten werden können. Es ist allerdings wichtig, dass der Lebensraum von Vögeln in Menschenobhut stetig bereichert wird mit frischen, belaubten Ästen, mit Seilen, Tannenzapfen, auf Ketten aufgereihte Holzstücke und eventuell sogar mit gewissen Pflanzen, die in den Volieren gedeihen aber immer auf die speziellen Bedürfnisse der eingesetzten Vögel abgestimmt sein müssen.

Wissen und Literatur
Es ist unerlässlich, vor der Anschaffung insbesondere von schwierig zu haltenden Vögeln wie beispielsweise den Weichfressern mit anderen Haltern und Züchtern zu diskutieren und Fachliteratur zu studieren. Wenden Sie sich an den jeweiligen Obmann.

Die APK informiert in der Zeitschrift „Gefiederter Freund“ laufend über interessante und lehrreiche Fachtagungen im benachbarten Ausland oder in der Schweiz.

Mitarbeit
Die APK lebt von ihren Mitgliedern. Als gemeinsame Plattform dient die Verbandszeitschrift „Gefiederter Freund“. Innerhalb der Gemeinschaft gibt es Kapazitäten, die sich mit besonderen Arten beschäftigen. Alle sind gefordert und aufgerufen, von ihren Erfahrungen in Wort und Bild zu berichten.




Erstzuchtliste EXOTIS Schweiz

Züchtergemeinschaften der EXOTIS (PDF)

Vogelzucht in der Schweiz (PDF)

Züchtergemeinschaft Papageien und Sittiche (PDF)

Arbeitsgemeinschaft der Züchter von Prachtfinken, Körner-/ und Weichfresser (APK)

Halsbandsittich und Mönchsittich sind haltebewilligungspflichtig (PDF)

Nachweispflicht für CITES-Arten (PDF)




















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