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Verbandsinformationen:
Die Delegiertenversammlung hat am 29. März 2008 den
neuen Zielen der EXOTIS zugestimmt. Sie sollen Basis für
unser Verhalten und unser Verhältnis zu unseren gefiederten
Freunden sein. Sie sollen aber auch künftigen EXOTIS-Mitgliedern
aufzeigen, für welche Werte unser Verband einsteht.
Ziele und Zweck des Verbandes
Der Verband EXOTIS
1. bildet eine wichtige Anlaufstelle für an Vogelhaltung
interessierte Personen.
Ob Einzelvogelhalter, Halter von mehreren Vögeln
oder Vogelzüchter, die EXOTIS vertritt alle Personen,
die an der Vogelhaltung und -zucht interessiert sind und
die die Grundsät-ze unseres Verbandes mittragen können
und wollen. Im Vordergrund steht dabei immer das Wohlergehen
des Tieres.
2. fördert die möglichst artgerechte Haltung,
Pflege und Zucht exotischer Vögel.
Eine möglichst artgerechte Haltung bedeutet,
dass die Vögel in genügend grossen Käfi-gen
oder Volieren gehalten werden. Die Innenausstattungen entsprechen
der gehaltenen Vogelart und gehen auf deren Bedürfnisse
ein. Die Ernährung entspricht dem heutigen Wissensstand,
ist ausgewogen und ist auf die gehaltene Vogelart abgestimmt.
Die Sauberkeit von Unterkunft, Futter- und Wassergeschirr
ist oberstes Gebot. Die Räumlichkeiten sind hell und
mit frischer Luft versorgt. Mögliche Gefährdungs-
und Unfallstellen sind zu erkennen und sofort zu beseitigen.
Allfällige Erkrankungen oder Unfälle sollen schnell
erkannt werden.
3. fördert die Erhaltung der Artenreinheit
bezüglich Arten, Unterarten, Farben, Formen etc.
Das Importverbot für Wildvögel verhindert eine
Ergänzung und Bluterneuerung der Vo-gelbestände
in Halterkreisen. Es soll deshalb auf die Erhaltung der
Arten bezüglich der Arten, Unterarten, Farben und Formen
geachtet werden. Für die Zucht sollen keine Geschwister
oder Elternteil-Tochter/Sohn verpaart werden.
4. setzt sich für die Erhaltung und Festigung
der in den heutigen Züchter-Beständen vorhandenen
Arten und Unterarten ein.
Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe im Herbst 2006
gilt für den EU-Raum und damit auch für die Schweiz
ein generelles Importverbot für Wildvögel. Wann
dieses Verbot aufgeho-ben wird, ist nicht bekannt. Zu den
heutigen Beständen soll deshalb Sorge getragen werden.
Sinnvoll ist es, Züchtergemeinschaften einzugehen.
Einzelvögel sollen mit Artgenossen zusammen gehalten
werden.
5. wirbt und bindet Sektionen, deren Mitglieder und Einzelmitglieder
in die Verbandstä-tigkeiten ein.
Die EXOTIS besteht aus Sektionen und Einzelmitgliedern.
Die Sektionen sind über die ganze deutschsprachige
Schweiz verteilt. Die Sektionsmitglieder nehmen an den Anläs-sen
ihrer Sektion aktiv teil und besuchen deren Anlässe.
Einzelmitglieder sollen ins Verbandsleben eingebunden werden
und als vollwertige Mitglieder behandelt werden. Alle EXOTIS-Mitglieder
sind an die Verbandsanlässe eingeladen und sollen auch
daran teil-nehmen.
6. fördert und unterstützt Vogelausstellungen
ohne Punktebewertung.
EXOTIS-Ausstellungen sollen unser gemeinsames Hobby
in der Oeffentlichkeit bekannt machen. Die Vögel werden
in möglichst grossen und dekorierten Käfigen,
Volieren und Freiflügen präsentiert. Auf die Punktebewertung
und Rangierung der Vögel wird verzichtet. Die Ausstellungen
sollen auch gestalterisch begeistern und können mit
anderen Ausstellungsobjekten ergänzt werden.
7. bietet seinen Mitgliedern Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
an.
In der revidierten Tierschutzverordnung nimmt die
Ausbildung von Tierhalterinnen und -haltern einen wichtigen
Platz ein. Die EXOTIS bietet ihren Mitgliedern Weiterbildungs-möglichkeiten
in Form von EXOTIS- und Züchter-Tagungen an. Auch die
Inhalte des „Gefiederter Freund“ dienen unter
Anderem der Wissensvermittlung. Für Halterinnen und
Halter von bewilligungspflichtigen Papageien und weiteren
Vögeln wird ab 1. September 2008 eine Ausbildung mit
Sachkunde-Nachweis verlangt. Die Ausbildungsinhalte werden
in nächster Zeit erarbeitet, damit sie dem Bundesamt
für Veteri-närwesen zur Genehmigung vorgelegt
werden. Ueber Details dieser Ausbildung orientiert die EXOTIS
weiter. Neben des theoretischen und praktischen Wissens
soll aber die Pflege der Kamerad-schaft und das gesellige
Beisammensein nicht zu kurz kommen.
8. vertritt die Verbandsinteressen bei Aemtern und Behörden.
Der Verband vertritt die Interessen der Vogelhalter
gegenüber Aemtern und Behörden. Dabei versucht
er, für die Vogelhalter annehmbare gesetzliche Bedingungen
zu erreichen. Auch tritt der Verband als Wissensträger
gegenüber den Behörden auf.
9. macht unsere Freizeitarbeit in der Oeffentlichkeit bekannt.
Der Verband macht durch Veröffentlichungen
und Veranstaltungen unser Hobby in der Oeffentlichkeit bekannt.
Durch regelmässige Beiträge in Tageszeitungen
soll unser Hobby in der Oeffentlichkeit bekannt gemacht
werden.
10. gibt eine Fachzeitschrift heraus.
Traditionsgemäss gibt die EXOTIS seit über
50 Jahren die Verbandszeitschrift „Gefiederter Freund“
heraus. Das Erscheinungsbild hat einige Male schon gewechselt.
Der GF, wie er in unseren Kreisen genannt wird, bietet sehr
viele Themen an: Beschreibungen von Vogelarten, Ernährungsfragen,
Krankheiten, Reiseberichte, Veranstaltungsberichte, Berichte
aus den ursprünglichen Heimatbiotopen unserer Stuben-
und Volierenvögel. Die
Berichte werden überwiegend von unseren Mitgliedern
verfasst und dienen natürlich auch der Wissensvermehrung.
11. fördert die Beringung von Nachzuchtvögeln
mit dem Schweizerischen Einheitsring.
Die EXOTIS verkauft Fussringe für Jungvögel
an seine Mitglieder. Die Beringung mit ge-schlossenen Schweizer
Einheitsringen gibt über seinen Träger Auskunft.
Das Geburtjahr, eine fortlaufende Nummer und die Züchternummer
sind darauf vermerkt. Durch den jähr-lichen Farbwechsel
bei den Alu-Ringen kann der Jahrgang des Vogels grob bestimmt
werden, ohne dass er heraus gefangen werden muss. Die Jahrgänge
der Farbringe sind in der Bestandesliste und auf der Homepage
aufgelistet. Die Beringung der Jungvögel bezeugt, dass
sie in unseren Züchterkreisen gezogen wurden und nicht
der Wildbahn entnommen wurden. Sie zeigen aber auch langjährige
Erfolge und das dahinter stehende Fachwissen des Züchters
auf.
12. erstellt jährlich eine aktualisierte Bestandes-
und Nachzuchtliste.
In der jährlich neu erstellten Bestandes-
und Nachzuchtliste werden die Vogelarten, die Bestände
und die gezogenen Jungvögel pro Züchter abgebildet.
Die Meldung ist freiwil-lig, aber im Hinblick auf die künftigen
Haltebedingungen sehr wichtig. Die Bestandesliste zeigt
ebenfalls ein umfangreiches Fachwissen über unser Hobby
auf und kann zur Erteilung einer allfälligen Haltebedingung
beigezogen werden. Die Liste hilft aber auch, wenn spezifisch
nach Vogelarten gesucht wird. Sie führt aber auch zu
neuen Kontakten von Züchterinnen und Züchtern.
13. pflegt Kontakte zu ausländischen Vogelzucht-Verbänden
mit ähnlichen Zielen.
Diese Kontakte laufen momentan eher auf Sparflamme.
Sie sollen aber, wenn alle anderen Ziele verwirklicht sind,
wieder vermehrt gesucht werden.
Wichtig ist es, die Verbandsziele nicht nur zu kennen, sondern
sie auch umzusetzen und weiter zu tragen!
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Kurzchronik
Am 15. April 1951 wurde in Rapperswil SG die EXOTIS gegründet.
Fünfzehn Vogelliebhaber aus der Deutschschweiz setzten
neue Massstäbe in der Vogelhaltung und -zucht. Man verpflichtete
sich einer möglichst artgerechten Vogelhaltung, trat
für den Biotopschutz ein und führte Vogelausstellungen
ohne Punktebewertung ein. Innert kurzer Zeit fanden sich über
50 Mitglieder zusammen.
Im Jahre 1952 wurde dann der EXOTIS-Verband ins Leben gerufen.
In kurzer Zeit wurden Sektionen gegründet. Die Mitgliederzahlen
entwickelten sich entsprechend schnell. Es war eine Zeit,
in der man über die Vogelhaltung noch nicht so viel wusste.
Viele neue Arten wurden in die Schweiz eingeführt. Oft
wusste man nicht, wie diese ernährt werden mussten. Unzählige
Vögel verstarben an diesem Nicht-Wissen.
Über all die Jahre hat sich das verändert. Einerseits
dürfen seit der Vogelgrippe-Welle keine Vogelarten aus
der Freiheit mehr in den EU-Raum, und damit in die Schweiz,
eingeführt werden. Andererseits ist durch ein sehr weit
verbreitetes, umfangreiches Wissen eine Art gerechte Haltung
an der Tagesordnung.
Die Veränderungen in unserer Gesellschaft gehen auch
an der EXOTIS nicht spurlos vorbei. Die „alten“
Exöteler, sie lechzten geradezu nach Informationen, setzten
auf das gemeinsame, kollegiale Zusam-mensein. Sie trafen sich
so oft wie möglich. Besuche bei Züchterkollegen
fanden regelmässig statt, Vortragsveranstaltungen wurden
zahlreich besucht, kurz, es fand ein reger Meinungs- und Wissensaus-tausch
statt.
Die heutigen EXOTIS-Mitglieder sind eher „Einzelkämpfer“.
Zwar ist man nach wie vor auf Informationen angewiesen, aber
die sucht man eher im Internet. Das Mitmachen in Sektionen
ist nicht mehr sehr ge-fragt. Auf diese Weise sind unter anderem
die seit vielen Jahrzehnten bekannten EXOTIS-Vogelausstellungen
gefährdet. Nur Sektionen mit genügend Mitgliedern
können einen solchen Anlass noch organisieren und durchführen.
Weil auch wir das Rad der Zeit nicht zurück drehen können,
versuchen wir mit neuen Kommunikations-mitteln an interessierte
Vogelhalterinnen und –halter heran zu treten. Das tun
wir mit der Überzeugung, dass jeder Kontakt schlussendlich
unseren gefiederten Freunden zugute kommt. In diesem Sinne
wün-schen wir unseren Homepage-Besucherinnen und besuchern
viel Vergnügen beim surfen und hoffen, dass sie fündig
werden. Wir würden uns natürlich besonders freuen,
wenn dieses Surfen zur Überzeugung führen würde,
EXOTIS-Mitglied zu werden. |
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